Mein Semester an der Ostküste Irlands - irgendwo zwischen Dublin und Belfast

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Dundalk 08.09.2008

Hallo ihr Lieben,
sonnige Grüße von der grünen Insel.

Ja, ihr habt richtig gehört. Hier scheint die Sonne. Das ganze Wochenende war es mild und wir konnten die warme Sonne genießen.

Das war jedoch nicht immer so: Dicke fette Wolken und Sprühregen gab es in den letzten Tagen auch schon. Wir haben uns aber von nichts und niemandem die Laune verderben lassen.

Nachdem wir am Mittwoch in der Uni liebvoll empfangen wurden (dazu später mehr) haben wir auch schon einiges gemeinsam unternommen.

Das freie Wochenende haben wir genutzt um ans Meer zu fahren. Zuerst brauchte ich dazu jedoch ein Fahrrad. Die anderen hatten sich bereits eins gekauft und mussten daher auf mich warten. Zusammen sind wir in den nächsten "Bicycle Shop". Hier gab es eine Menge "second hand" Fahrräder. Nach einigen Probefahrten und Ratschlägen von Mitstudentin und Radprofi Daniela konnte ich mich dann endlich entscheiden - was glaub ich auch die anderen Vier sehr gefreut hat.
Jetzt war mein Portemonnaie zwar um 90,-Euro ärmer, es konnte aber endlich los gehen: 
15 Kilometer Linksverkehr später kamen wir am äußersten Punkt von Dundalk, am Soldiers Point, an.  

Entlang der Küste führte uns der Weg weiter nach Blackrock. In diesem wunderschönen kleinen Städtchen angekommen, war es Zeit für unser erstes Guiness, auf das dann am Abend im Pub in Dundalk das Zweite und auch das Dritte folgten.
Die irischen Pubs dürfen offiziell bis halb eins ausschenken. Für uns endete der Abend jedoch schon viel früher. Im Pub war es gegen 23 Uhr richtig voll. Wir waren früh da und hatten somit einen Tisch, an dem wir plötzlich Gesellschaft bekamen: Eine kleine dicke Dame fragte zuerst höflich, ob wir noch etwas trinken wollen und als wir verneinten, schmieß sie uns raus. Total unverschämt!

Ausgeschlafen ging es gestern wieder mit dem Rad durch Dundalk. Diesmal aber Richtung Westen, nach Castletown. Mühselig radelten Christina und ich bergaufwärts um anschließend die tolle Aussicht zu genießen.

Heute, am Montag, wollte die Uni uns auch noch nicht sehen. Das nutzten wir um nach Belfast zu fahren. Bei strahlend blauem Himmel und Temperaturen von über 20 Grad bummelten wir über die Royal Avenue, das ist die Shoppingmeile im Zentrum und schauten uns die Werft an, in der die Titanic damals gebaut wurde.

 

Morgen beginnt an der Uni die "Freshers Week" mit Comedy, BBQ, viel Musik und vielem mehr. Die Uni gefällt mir sehr gut. Am Dienstag haben sich alle wichtigen Leute uns vorgestellt und wir wurden herumgeführt.
Der Campus ist riesig aber nach einer Weile werde ich mich betsimmt gut zurecht finden.
Die Angebote sind vielfältig. Von "irish dancing" bis golfen kann man fast alles nebenbei ausprobieren.

Also, wie Ihr hört, werde ich hier betsimmt keine Langeweile bekommen. Ich werde Euch weiter auf dem Laufenden halten...

...und ganz besonders freue ich mich natürlich auch, wenn ich etwas von Euch höre.

Liebe Grüße
Eure Irina

7 Kommentare 9.9.08 01:21, kommentieren

Dundalk - 16.09.2008

Hej, die zweite Woche ist vorbei und es ist wieder einiges passiert.

Erst einmal DANKE für Eure lieben Nachrichten. Ich schaue immer gespannt nach, ob mir jemand etwas geschrieben hat und freue mich, wenn es so ist. Also: weiter schreiben ;-)

In der letzten Woche war "Freshers Week". Das bedeutet, dass wir neben dem Start einiger Vorlesungen auch ein buntes Programm geboten bekommen haben. Am Dienstag war ein Hypnotiseur da. Die Iren sind alle total darauf abgefahren, wir waren jedoch brav bei unseren Vorlesungen.
Am Mittwoch gab es dann um 12 Uhr ein BBQ auf dem Campus, mit sehr leckeren hot dogs, Hamburger und Getränken (alles für lau) und ein DJ hat Musik aufgelegt. Da hatten wir natürlich keine Lust mehr unsere Vorlesungen zu besuchen.  
Und als wir dann auch noch die College Bar entdeckt haben war es ganz vorbei mit unserer Motivation die neuen Professoren kennen zu lernen. "Dazu wird sicher noch genug Zeit vorhanden sein", dachten wir uns und verbrachten den Mittag mit Guiness und Cidre am Tresen.



Am Donnerstag endete dann die "Freshers Week" mit einer Party im "silence night club". Das war, denke ich, das Event des Jahres hier in Dundalk. Die irische Jugend hat sich jedenfalls so aufgeführt und vor allem so gestylt. Ich fühlte mich in meiner Leggins und meinem Röckchen ein wenig underdressed.
Dafür sind wir in der Uni aber overdressed. Um nicht aufzufallen müsste ich mir einen Jogger kaufen...oder im Schlafanzug hin gehen. :-)

Das vergangene Wochenende war sehr anstrengend. Gemeinsam mit meinen Kommilitonen aus Deutschland habe ich mich auf den Weg zur Westküste gemacht. Am Samstag morgen ging es los. Die Sonne strahlte mal wieder, nur für uns. ;-) Unser Ziel: Galway, die größte Stadt im Westen.

Der erste Halt auf der Strecke quer durch Irland war Tullamore. Hier wollten wir uns ansehen, wie der Whisky hergestellt wird. Leider befindet sich die Destille in Cork (im Süden Irlands).


Solch eine Flasche konnten wir aber trotzdem dort kaufen und ein Museeum gab es auch.

Weiter ging es nach Clonmacnoise, eine altertümliche religiöse Siedlung, die auf einem Berg, über einem weitläufigen Moor, direkt an dem Fluß Shannon, liegt.
Hier gab es viele alte Steine zu sehen. ;-) Darunter ist auch das sogenannte Bibelkreuz, das heute noch steht und mit knapp vier Metern Höhe eines der schönsten, typisch irischen Hochkreuze sein soll.


Gegen Abend und nach einer langen Autofahrt zu Fünft, kamen wir endlich in Galway an. Eine sehr schöne Küstenstraße führte uns zu unserem Hostel "Seaside", das westlich am Galway Bay kurz vor dem Naturschutzgebietes Connemara, liegt. Wir waren alle so k.o., dass wir dort angekommen, sofort eingeschlafen sind.

Am nächsten Morgen haben wir uns dann sehr früh auf den Weg gemacht. Es regnete zwar "cats and dogs", aber davon ließen wir uns nicht die Laune verderben.
In Galway, genauer gesagt in Claddagh, einem Vorort von Galway, haben wir die Geschichte des Claddagh-Rings erfahren. Der Ring symbolisiert Treue, Freundschaft und Liebe und ist in der Region ein uraltes Schmuckstück.
Ansonsten ist Galway eine verhältnismäßig kleine aber sehr schöne Stadt, in der hauptsächlich Handel per Schiff betrieben wurde.

 
Eine Einkaufsstraße in Galway.


Das ist das Symbol des berühmten Claddagh-Rings.

Obwohl es nicht aufhörte zu Regnen fuhren wir anschließend zu den "Cliffs of Moher". Die Tour dort hin war sehr schön, aber kurvig: eine Stunde Serpentinen auf Straßen, die nicht breiter waren als das Auto - aber es hat sich gelohnt!
Die Cliffs of Moher sind etwa 100 km südlich von Galway und so bekannt, weil sie mit bis zu 230 Metern höher aus dem Meer ragen als jede andere Klippe in Irland - der Blick war beeindruckend!



Als wir abends um halb zehn in Dublin angekommen sind, waren alle müde, aber zufrieden - wir hatten einiges gesehen.

Jetzt bin ich auf die nächsten Tage gespannt. Unser Stundenplan steht und die Vorlesungen beginnen.
Zwei Wochen in einem anderen Land sind wie Urlaub. Jetzt beginnt aber die dritte Woche und es wird realistisch, dass ich wohl noch länger hier bleibe. Ich habe ja auch noch lange nicht alles gesehen, was es in Irland zu sehen gibt. Und Englisch kann ich auch noch nicht vernünftig!

Also, bis nächste Woche...Eure Irina.

2 Kommentare 16.9.08 16:56, kommentieren

Dundalk - 26.09.2008

Hallo Zusammen, 

in meiner dritten und vierten Woche hier in Dundalk stand STUDIEREN auf dem Plan. Aus diesem Grund bin ich ja schließlich hier. ;-)

Am Mittwoch, 17.09., war 'clubs and societies day' an der Uni. Es wurde mal wieder ein riesiges Event veranstaltet, obwohl es ledich darum ging, sich in Freizeitkurse einzutragen.
Von paintball bis Reiten war alles dabei. Ich habe gewählt: Arobic, Golfen und Photography.
Für's Golfen muss ich zwar ein wenig zahlen, aber im Gegensatz zu Deutschland ist es ein Schnäppchen und die Golfanlagen hier sind sooooooo grün und liegen meist direkt am Meer, da konnte ich nicht wiederstehen.

In die sechs verschiedenen Vorlesungen, die ich gewählt habe, habe ich mich in den letzten Tagen endlich einarbeiten können. Sie sind alle sehr ähnlich, da es überall um Marketing geht. Ich habe zum Beispiel Modernes Management und eine Einführung in Management... da schmeißt man schnell die Inhalte durcheinander. 

Es ist auch sehr schwierig während der Vorlesungen den Worten des Professors zu folgen und gleichzeitig mit zu schreiben. Am Nachmittag muss ich meist einiges nochmal nachlesen, was ich zu Hause eigentlich nie gemacht habe. ;-) Außerdem dauert das Lesen hier viel länger, weil mir einige Vokabeln fehlen. Aber durch das Nachschlagen lerne ich sie und beim nächsten mal muss ich nicht mehr nachschauen. Dann bin ich ein klein wenig stolz auf mich. ;-) 

Am Wochenende haben wir wieder einen Ausflug gemacht. Es ging nach Dublin, in die wunderschöne Hauptstadt Irlands.
Dublin boomt! Die einst heruntergekommene Hauptstadt ist eine Stadt geworden, in der man sich wohlfühlen kann. Aus Industriebrachen sind Apartments geworden, aus Ruinen Büroblöcke, der Liffey (der Fluß der Dublin in Nord und Süd teilt) hat eine wunderschöne Promenade und die Dubliner sind redselig, freundlich und hilfsbereit.

Mit meinen Kommilitonen habe ich diesen Tag einfach nur genossen. Eigentlich wollten wir in die Nationalbibliotheke und ins Guiness Storehouse, doch dann sind wir an der Promenade hängen geblieben und haben uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Etwas gesehen haben wir aber trotzdem (siehe Fotoalbum, rechts) und außerdem waren wir uns alle einig, dass wir noch öfters zu Besuch kommen würden.

Ich für meinen Teil werde Dublin's Sehenswürdigkeiten wohl schon in der nächsten Woche nachholen. My boy-friend Carsten kommt am Sonntag endlich und weil ich diese Woche so fleißig war, kann ich nächste Woche mehr Zeit mit ihm, als an der Uni verbringen. :-)

Über die gemeinsame Zeit mit Carsten berichte ich dann also beim nächsten Mal. 
Euch allen eine schöne Woche und viele liebe Grüße nach Deutschland...und nach Southampten.

Eure Irina

 

 

 

1 Kommentar 17.9.08 17:48, kommentieren